Worum geht es?
In seinem Working Paper „Reviews, Reputation, and Revenue: The Case of Yelp.com“ untersuchte Michael Luca, Professor an der Harvard Business School, wie sich die durchschnittliche Sternebewertung eines lokalen Unternehmens auf den tatsächlichen Umsatz auswirkt. Grundlage waren u. a. Umsatzdaten unabhängiger Restaurants in Seattle in Kombination mit deren Online-Bewertungsprofilen.
Die zentrale Erkenntnis
— Michael Luca, Harvard Business School (Working Paper 12-016)
Was die Studie konkret zeigt
- Ein einziger Stern mehr in der Online-Bewertung führt im Durchschnitt zu einem messbaren Umsatzplus zwischen 5 % und 9 %.
- Der Effekt ist besonders stark bei unabhängigen, inhabergeführten Unternehmen, die nicht über einen großen Markennamen verfügen.
- Online-Bewertungen ersetzen heute weitgehend klassische Empfehlungen – ein schlechtes Profil wirkt wie eine ständig laufende negative Mundpropaganda.
- Die Studie gilt international als eine der ersten kausalen Belege dafür, dass Bewertungen direkt Umsatzwirkung haben – nicht nur Wahrnehmung.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Auch wenn die Originalstudie auf Yelp-Daten basiert: Der Mechanismus ist plattformunabhängig. Für ein typisches lokales Unternehmen im DACH-Raum, das den Großteil seiner Sichtbarkeit über Google bezieht, gilt der gleiche Effekt – wahrscheinlich sogar stärker, weil Google in der lokalen Suche heute die dominierende Rolle spielt.
Konkret: Wer es schafft, sein Profil von z. B. 3,4 auf 4,3 Sterne zu verbessern, kann unter sonst gleichen Bedingungen mit einer spürbaren Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich rechnen.
Originalpublikation: hbs.edu/faculty/Pages/item.aspx?num=41233
← Zurück zu den Studien